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Jupiter
Jupiter
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Durchmesser:142.800 Km
Rotation:9,925Std
Bahnradius:778.330.000Km
Umlaufzeit:11,86Jahre
Masse:1.9e+27Kg
Dichte:1,314Kg/l
Gravitation (Erde=1):2,34000g
Max. scheinbarer Ø:49,84"
Max. Helligkeit (*):-2,8 / 5,5m
Perihel-Opposition:07.10. 
Nächste Opposition:3.12.2012 
 
Lage

Jupiter ist ein riesiger Gasplanet, der größte in unserem Sonnensystem. Er ist so massereich, daß man sogar von einer "verhinderten Sonne" oder einem "Braunen Zwerg" spricht: Fast hätte es zu einer Selbstentzündung gereicht. Seine Masse ist 2½ mal größer als die aller anderen 8 Planeten zusammengenommen.

Jupiters Atmosphäre besteht überwiegend aus Wasserstoff (89%), Helium (10%), sowie Spuren von Methan, Ammoniak, Deuterium und Ethan.

Gasplanet? Es gibt Hinweise, daß Jupiter einen kleinen, flüssigen, ca. 20.000°C heißen Kern besitzt. Auch der in der Atmosphäre reichlich vorhandene Wasserstoff geht in tieferen Schichten unter dem extremen Druck mehr und mehr in den flüssigen und schließlich, unter einem gewaltigen Druck von über 300.000.000 Atmosphären, in einen metallischen - elektrisch leitenden - Zustand über, womit sich Jupiters starkes Magnetfeld erklären läßt. Unterhalb dieser metallischen Wasserstoffschicht wird ein fester Gesteinskern vermutet.

Sein Gravitationsfeld ist groß genug um selbst die Sonne leicht abzulenken - das Baryzentrum (gemeinsamer Schwerpunkt) von Jupiter und Sonne liegt sogar knapp oberhalb der Sonnenoberfläche!
  Details zum Planeten Jupiter:

Jupiter1
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Gasplanet
 
In seiner turbulenten Atmosphäre erkennt man schon mit einem kleinen Teleskop bänderartige Wolkenstrukturen. Höher aufgelöste Bilder zeigen zahlreiche feine Strukturen - heftige Wirbelstürme. Der größte von ihnen, der bekannte "Große Rote Fleck" ist ein gewaltiger Antizyklon, der bereits seit über 300 Jahren in der Jupiteratmosphäre tobt.
Bildmaterial: NASA/JPL

Jupsl9
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Absturz Shoemaker-Levi 9 (IR)
 
So den Kometen Shoemaker-Levi 9 im Juli 1994. Die Infrarotaufnahme des 3,5m-Teleskops auf Calar Alto in Spanien zeigt diesen Absturz besonders eindrucksvoll.
Bildmaterial: NASA/JPL

Jup Sl9a - Mpg
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Absturz Shoemaker-Levi 9, Video
 
Sehr eindrucksvoll ist auch dieser Videoclip, auf der dieser Absturz exakt rekonstruiert zu sehen ist.
Bildmaterial: NASA/JPL

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Absturz Shoemaker-Levi 9
 
Auch im sichtbaren Spektralbereich sind die Spuren von Shoemaker-Levi 9 nicht zu übersehen!
Bildmaterial: NASA/JPL

Monde

 
Jupitermonde
 
Jupiter wird von 63 (Stand Mai 2004) bekannten Monden umkreist, von denen die vier größten nach ihrem Entdecker Galileo Galilei als "Galilei"sche Monde" bezeichnet werden. Trotz ihrer zum Teil stattlichen Größe hat keiner von ihnen sowas wie eine Atmosphäre.

Alle Galilei"schen Monde sind von der Erde aus mit einem relativ kleinen Teleskop gut zu erkennen.
Bildmaterial: NASA/JPL

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Io
 
Der innerste, Io, ist ein "gewalttätiger" Mond: Durch die große Nähe zu Jupiter wird er von seinem starken Gravitationsfeld regelrecht "durchgeknetet" und hat daher eine rege vulkanische Tätigkeit, wie diese Aufnahme deutlich zeigt.
Bildmaterial: NASA/JPL

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Europa
 
Europa ist der zweitinnerste "galileische" Jupitermond. Er ist von etwa gleicher Größe wie unser Mond, seine Masse ist jedoch weit geringer.

Auf seiner Oberfläche sind reichliche (natürlich gefrorene) Wasservorkommen entdeckt worden. Genug Nahrung für die Hoffnung, eines Tages tief unter der vereisten Oberfläche Wasser in flüssiger Form und damit Leben zu finden.

Kleiner Vergleich zum technischen Fortschritt der Galileo-Sonde und der Voyager II: In der rechten Bildhälfte die gestochen scharfen Oberflächendetails der Galileo.
Bildmaterial: NASA/JPL

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Jupiter und Io
 
Diese schöne Aufnahme vom HST zeigt den Jupitermond Io neben dem riesigen Gasplaneten. Wenn man bedenkt, daß Io ungefähr Mondgröße hat, kann man sich die riesigen Ausmaße von Jupiter recht gut vorstellen.
Bildmaterial: NASA/JPL

Aurora
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Aurora
 
Ein seltener Anblick vom Polargebiet des Jupiter: Die Aurora. Eine Lichterscheinung, die unseren Polarlichtern ähnelt.

Diese Aufnahme stammt vom HST.
Bildmaterial: NASA/JPL

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Aurora im UV-Licht
 
Im UV-Licht wird diese Lichterscheinung noch viel deutlicher.
Bildmaterial: NASA/JPL

Tj

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Jupiter im Teleskop
 
Mit einem guten Teleskop kann man die Wolkenstreifen, den Großen Roten Fleck und die vier größten Monde (von innen nach außen: Io, Europa, Ganymed und Callisto) gut erkennen.

Die erste Aufnahme (30.03.2004) wurde mit einem kleinen 60/750 Refraktor und einer Olympus C-2500L in afokaler Projektion durch ein 6mm-Okular gemacht, wodurch sich aus der effektiven Brennweite von 1.575mm eine Vergrößerung von 140× ergab. Jupiter hatte zum diesem Zeitpunkt eine scheinbare Größe von 43,5".

Als nächstes folgt eine Aufnahme vom 15.3.2006 in einem 256/2500 SCT, die mit einer Webcam angefertigt wurde. Die Vergrößerung entspricht 520-fach.

Jupiter ist als dritthellster Himmelskörper nach Sonne, Mond und Venus mit dem bloßen Auge besonders gut zu erkennen.
Bildmaterial: Hohmann

 

 
(*) Helligkeitsangabe: Visuell / Flächenhelligkeit in mag/Quadratbogensekunde