67P-Tschurjumow-Gerassimenko |
Bildmaterial: NASA/JPL |
Ausdehnung: | 4 | | km |
Rotation: | 12,760 | Std |
Bahnradius: | 518.028.000 | Km |
Umlaufzeit: | 6,44 | Jahre |
Masse: | 10000000000000 | Kg |
Dichte: | 0,400 | Kg/l |
Gravitation (Erde=1): | 0,00001 | g |
Max. scheinb. Ø: | - | " |
Komet 67P / Tschurjumow-Gerassimenko ist eigentlich ein durchschnittlicher, unauffälliger periodischer Komet wie viele andere auch. Wäre da nicht die europäische Kometensonde Rosetta und die Landeeinheit Philae, die diesem Kometen 2014 einen spektakulären Besuch abgestattet hätten, würde man diesem Kometen kaum Beachtung schenken.
Die eigentümlich Form des Kometen erinnert ganz spontan an eine Badeente - das Ganze wirkt wie ein Körper, der aus zwei Einzelteilen zusammengesetzt ist.
Mit rund 0,000.01 g hat Tschurjumow-Gerassimenko eine extrem geringe Schwerkraft, ein 75kg schwerer Mensch würde dort nicht einmal ein Gramm auf die Waage bringen. Dementsprechend gering ist die Fluchtgeschwindigkeit - die nur 0,46 m/s wären der Landeeinheit »Philae« beinahe zum Verhängnis geworden.
Leider war die Position von 67P / Tschurjumow-Gerassimenko zum Zeitraum der Landung und auch in den Monaten danach für visuelle Beobachtungen von der Erde aus denkbar ungünstig, da sich dieser Komet von uns aus gesehen fast hinter der Sonne befand. Bei der nächsten größten Annäherung an die Erde so gegen Ende September 2021 wird unsere Beobachtungsposition deutlich günstiger sein, sofern sich die Bahnstörung durch Jupiter in Grenzen hält.
| | Details zum Komet 67P-Tschurjumow-Gerassimenko: |
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| | Erste Aktivitäten Am 10. September 2014 schwenkte die Sonde Rosetta in eine vorläufige Umlaufbahn um den Kometen ein und verengte den Radius seiner Umlaufbahn bis zum 10. Oktober bis 10 km. Dabei gelangen spektakuläre Aufnahmen, die die Beschaffenheit des Kometen offenbarten: Eine rauhe, zerklüftete Oberfläche und erste Anzeichen einer Aktivität, wie sie für Kometen üblich ist - Gas und Staub, die vom Sonnenwind davongetragen werden. |
Bildmaterial: ESA |
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| | Die Oberfläche Der Eindruck täuscht - in Wirklichkeit hat die Oberfläche dieses Kometen die selbe Farbe wie Kohle. Eine Albedo von gerade mal 0,05 läßt nur eine Beschreibung der Farbe zu: Schwarz. |
Bildmaterial: ESA |
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| | Die Landung Am 12.11.2014 gelang die spektakuläre Landung der Landeeinheit Philae auf Tschurjumow-Gerassimenko gleich drei mal. Beim ersten Versuch auf die vorgesehene Region »Agilkia« auf dem kleineren Kometenkopf versagten jedoch sowohl die Anpreßdüsen als auch die Harpunen, die Philae sicher auf der Oberfläche verankern sollten. Mit einer Geschwindigkeit von rund 1m/s (langsames Gehen) prallte Philae wieder von der Oberfläche ab und hüpfte zweimal in eine bisher noch nicht genau bekannte, aber wohl ziemlich schattige Gegend nahe der Region »Abydos«. Das Foto zeigt den ersten Landeplatz aus ca. 65m Höhe beim Anflug. Einzelheiten von bis zu 1cm sind hier sichtbar. Der große Brocken in der Mitte ist etwa 5m hoch.
Überraschenderweise ist die Oberfläche dieses Kometen weit härter als bisher angenommen: Unter einer sehr dünnen Staubschicht befindet sich poröses, festes Eis, ganz ähnlich wie der Firn bei uns. |
Bildmaterial: ESA |
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